• Schloss Gadebusch - Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin
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Schloss Gadebusch

Eindrucksvoller Herrschaftssitz mit kunstvollen Terrakotten aus Lübeck

Wer sich für die norddeutsche Backsteinrenaissance interessiert, findet im Schloss Gadebusch ein wahres Paradebeispiel. 1573 im Auftrag von Herzog Christoph von Mecklenburg erbaut, liegt das pittoreske Schloss auf einem kleinen Hügel inmitten der zwischen Schwerin und Ratzeburg gelegenen Kleinstadt Gadebusch. Das Schloss Gadebusch beeindruckt seine Besucher besonders durch seinen reich verzierten Fassadenschmuck. Die Reliefs aus Kalkstein und Terrakotta orientieren sich an den kunstvoll gestalteten Palazzi in Italien und zeigen unter anderem hanseatische und religiöse Darstellungen. Geschaffen wurden sie in der Werkstatt Statius von Düren (ca. 1520-1570) in Lübeck.

Schloss Gadebusch: Geschichte und Baustil

Die Geschichte des Backsteinschlosses reicht weit zurück bis in das 8. Jahrhundert. Zu dieser Zeit stand an der Stelle des heutigen Gadebuscher Schlosses eine Ringwallburg. Von einer rauhen Landschaft umgeben trug diese den Namen Godebuz. Der Name der Stadt Gadebusch leitet sich somit von diesem geschichtsträchtigen Gebäude ab. Tatsächlich wurde die Burg erst im 13. Jahrhundert zu einer festen Burg aus Backstein umgebaut und erstrahlt seitdem im mecklenburgischen Neorenaissance-Baustil - jener Stil, der das heutige Aussehen des Gadebuscher Schlosses prägt. In jener Zeit gewann die Burg auch große Bedeutung als Hauptresidenz der mecklenburgischen Fürsten.

Heutige Nutzung des Schlosses

Nach Jahrhunderten herrschaftlichen Daseins wurde das Schloss Gadebusch im 20. Jahrhundert verschiedentlich genutzt, beispielsweise als Museum, Internat, Kindergarten, Verwaltungsgebäude und Amtsgericht. Nach der derzeitigen Sanierung des Gebäudes ist im Rahmen des Projektes „Zukunftsschloss Gadebusch“ geplant, die Landesmusikakademie in das Schloss Gadebusch einziehen zu lassen. Das gesamte Schlossareal soll ein lebendiger Ort voller Kultur und Begegnungen werden.