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Tierspuren entdecken

Vielen Dank an das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe und an Julie Cooke, die uns für diesen Beitrag ihre Fotos und spannenden Informationen zu den tierischen Spuren zur Verfügung gestellt haben.

Typische tierische "Winterspaziergänger" in der Region

Mit etwas Spürsinn wird der klassische Winterspaziergang zur tierischen Detektivgeschichte und weckt vielleicht große und kleine Forschergeister. Hase, Kaninchen, Fuchs oder Hund? Von wem sind eigentlich diese seltsamen doppelten "Schlangenlinien"? Wir haben uns Tipps zum Spurenlesen vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe geholt und stellen einige typische Spuren hier vor.

Was ihr sonst noch braucht für diese Spurensuche? Einen schönen Spazierweg und vielleicht auch Maßband und Lineal.

Eine Frage der Größe

Kaninchen oder Feldhase ?

Typisch und markant für die beiden "Langohren" ist das unverwechselbare T-förmige Spurenbild. Es entsteht, wenn die beiden Hinterpfoten im Sprung vor die Vorderpfoten gesetzt werden. Wer wissen will, ob es sich um ein Wildkaninchen (Oryctolagus coniculus) oder den Feldhasen (Lepus europaeus) handelt, vergleicht die Größe und sucht nach weiteren Spuren von Artgenossen.

Wildkaninchen

  • Vorderfuß 3 cm lang, 2.5 cm breit
  • Hinterfuß 4 cm lang, 2.5 cm breit
  • Kaninchen leben meist in Kolonien. Eine Kaninchenspur kommt somit selten allein.

Feldhase

  • Vorderfuß 5 cm lang, 3 cm breit
  • Hinterfuß 6 cm lang, 3.5 cm breit
  • Besonders bei weichen Untergründen, wie Schnee, kann die Hinterfußspur deutlich länger ausfallen

Funfact: Wusstet ihr, dass die Spur auch bei hohem Tempo gleich aussieht und sich nur der Abstand zwischen den Spuren verändert?

Auf dem Boden geblieben

Feldsperling, Amsel, Graugans

Auch Wintervögel hinterlassen jetzt sichtbare Spuren in der frischen Schneedecke. Die häufig vorkommenden Amsel- und Feldsperlingsspuren sind am nach hinten abstehenden vierten Zeh gut zu erkennen. Beide bewegen sich hüpfend über den Boden. Auch hier hilft der Größenvergleich bei der Unterscheidung, denn die Sperlingsfüßchen hinterlassen viel kleinere Abdrücke. Endet die Spur plötzlich, sind auch meist Flügelspuren zu sehen, wenn der Vogel in die Luft startet.

Graugans

Die Spuren der Graugänse sind nicht nur erheblich größer, als die der meisten Wintervögel. Ganz deutlich sieht man auch die Schwimmhäute zwischen den Zehen. Im Gangbild sieht man auch, wie der Fuß sich nach innen dreht. während sich die Gans watschelnd fortbewegt.

Hier wird es knifflig

Hund oder Fuchs?

Sehr ähnlich sind die Spuren von Rotfuchs (Vulpes vulpes) und mittelgroßen Hunden (Canis lupus familiaris). Hundespuren sind gegenüber Fuchsspuren sehr variabel in der Größe und liegen zwischen 2,5 und 12 cm in der Breite. Knifflig wird es bei Spuren um die 5 cm Länge, denn in diesem Bereich liegen auch die Fußabdrücke des Rotfuchses. Auf unserer Spurensuche sind nun weitere Indizien gefragt.

Hund
Hunde bewegen sich beim Spaziergang seltener einfach geradeaus, sondern laufen oft auf Zickzackkurs (und die Spuren von Herrchen und Frauchen sind meist auch in der Nähe).

Fuchs:
Der Fuchs zeigt oft ein sehr typisches Spurbild das "Schnüren", bei dem im schnellen Trab eine fast gerade Linie entsteht, wenn der Fuchs mit den Hinterfüßen in die Abdrücke der Vorderfüße tritt.

 

Was Reh- und Damwildspuren erzählen

Schreitendes oder laufendes Reh?

Reh, Rot- und Damwild oder Wildschwein sind an den Abdrücken ihrer Klauen (auch "Schalen" ) zu erkennen. Die zierlichen Abdrücke des Rehwilds sind etwa 4,5 cm lang und etwa 3 cm breit. Im Schreiten setzen auch sie den hinteren Fuß oft in den Abdruck des Vorderfußes und es sind nur zwei Klauen zu sehen. Auf der Flucht hingegen sind im weichen Boden deutlich auch die Abdrucke der kleineren "Afterklauen" zu sehen. Auch ein Reh kommt selten allein.

Damhirsch oder Damkuh?

Anhand der Größe des Abdrucks, lassen sich Damwild und Rehwild gut unterscheiden. Wer eine Damwildspur vor sich hat, kann auch sehen, ob es sich eher um einen Hirsch oder um eine Kuh handelt. Mit 8 cm Länge und 5 - 6 cm Breite sind die Abdrucke von Damhirschen deutlich größer, als die der Weibchen (5-6 cm Länge und 3 - 4,5 cm Breite).

Auf leisen Pfoten

Katze

Die Stubentiger hinterlassen bei ihren Streifzügen eine Spur im Schnee, die an das Schnüren beim Rotfuchs erinnert. Denn auch sie treten mit den Hinterpfoten oft in die Spur der Vorderpfoten. Die ca. 3 cm langen Abdrücke sind aber nicht nur aufgrund ihrer Größe kaum zu verwechseln. Katzen ziehen beim Laufen ihre Krallen ein, somit sind sie im Abdruck nicht zu sehen.

Lernort Natur

Kleine Forschergeister geweckt?

Die Natur als Klassenzimmer, Wasser untersuchen, Tierfährten nachgehen oder gemeinsam an Projekten zu ökologischen Themen arbeiten: Auch wenn im Moment viele Dinge noch nicht möglich sind, wird es wieder viele Angebote für Schule und Freizeit in eurer Nähe geben. Hier könnt ihr euch schon informieren.

Zum Beispiel: