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    Sternberger Kuchen
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    Nach Eiszeitrezept - Der Sternberger Kuchen ist nur eine Besonderheit der Natur von Westmecklenburg
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Sternberger Kuchen und die Erdgeschichte Mecklenburgs

 

Er kommt zunächst unscheinbar daher, meist braun und sandfarben. Bei näherem Hinsehen blickt man in eine Unterwasserwelt eines Millionen Jahre vergangenen Meeresbodens. Muscheln, Krebse, Fischzähne, Weichtiere und Schnecken drängen sich zwischen zementartigem Gestein. Es sind mehr als 500 Arten bisher identifiziert worden. Mal verwittert und mal geschichtet wie ein Stück Gebäck - der "Sternberger Kuchen".

Die Entstehung

Gefunden wird Sternberger Kuchen besonders häufig in der Gegend von Sternberg, Krakow am See bis an den Schweriner See. Ein Sternberger Pastor und Naturforscher aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sah in dem auffallenden Sediment einen Beweis dafür, dass die nördlichen Teile Mecklenburgs einst von einem flachen Meer bedeckt waren. Über seinen Bewohnern lagerten sich im Verlauf der Zeit Sedimente ab. Das flache Meer "versank" unter der Erde. Die Kräfte der Eiszeit und der darunterliegenden Erdschichten förderten das Gestein wieder zu Tage. Die Gletscher der Eiszeit transportierten die Gesteinsbrocken - wie Findlinge - von ihren Entstehungsorten nach Westmecklenburg. Dieselben Kräfte formten zudem die einmalige Landschaft Westmecklenburgs.

Die Landschaft

Die Landschaft Westmecklenburgs ist geprägt von der Eiszeit. Vom Schaalsee bis zur Mecklenburgischen Seenplatte hinterließen die Gletscher einen Fingerabdruck der Superlative. So entstand die tiefste Stelle des Schaalsees vermutlich durch einen Wasserfall aus Schmelzwasser, der von den schwindenden Gletschern herabstürzte. Die Griese Gegend verdankt ihre flache Weite dem Wasser, welches von den tauenden Eismassen herunterfloss. Dort wo heute die Wiesenlandschaft Lewitz liegt, versandete ein Gletschersee. Die unglaublichen Kräfte, mit denen das Eis die Erde über Mecklenburg bewegte, kann man sich kaum vorstellen. Vor allem nicht gegenüber der sanften Schönheit, mit der sich auch die Endmoränenlandschaft heute zeigt: Mit ihren unzählbaren Seen, Hügeln und Wäldern - wie bei Grevesmühlen, bei Schwerin oder bei Sternberg.

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